Bergsteigen
Tourenberichte
Berge zum Greifen nahe
Früh starteten am Sonntag, den 25. 9., die Alpenvereinsmitglieder um auf die Steinplatte bei Reit im Winkel zu wandern.
Über das Hochmoor von Winkelmoos ging es hinauf zum Scheibelberg. An mehreren künstlich angelegten Teichen, die sich gut in die Landschaft einfügen, ging es weiter bis zur Bergstation Kammerköhr. Hier teilte sich die Wandergruppe. 3 Frauen in Begleitung von 4 Männern wählten den sehr anspruchsvollen Klettersteig um auf den Gipfel zu kommen. Die Anstrengung des eineinhalbstündigen Aufstiegs bei voller Konzentration stand ihnen im Gesicht. Von den Bergkameraden die auf den normalen Weg bereits auf dem Gipfel angekommen waren, wurden sie mit Applaus und einem kameradschaftlichen „Berg Heil“ in Empfang genommen. Die Freude über den gelungenen Aufstieg ließ die Anstrengung schnell vergessen. Bei herrlichen Sonnenschein und guter Fernsicht waren die Berge zum Greifen nahe. Wilder Kaiser, Loferer Steinberge im Vordergrund, Großvenediger, Großglockner, Zillertaler und Berchtesgadener Berge mit Watzmann waren zu erkennen. Ein Panorama das ein Bergsteigerherz höher schlagen lässt und der Kehle einen Juchzerer entlockt. Nach der Gipfelrast und Gruppenfotos führte der Abstieg über die Moseralm zurück nach Winkelmoos. Zufrieden und dankbar für den schönen Tag in den Bergen machten wir uns auf den Heimweg.
Die Fotos in der Bildergallerie zeigen:
- Gruppenfoto am Gipfelkreuz der Steinplatte
- die Klettersteig-Geher bei der Gipfelrast
Sonne, Schnee und Wasser von allen Seiten
Trotz unsicherer Wettervorhersagen machten sich am Samstag, den2. Juli, 45 Bergfreunde des DAV Moosburg mit ihren drei Tourenbegleitern auf, um zusammen mit dem Bus nach Garmisch-Partenkirchen zu fahren. Das Alpspitz-Gebiet war ihr Ziel. Mit der ersten Gondel ging es hinauf auf das Kreuzeck. Bei frischen Temperaturen und dem Neuschnee des vergangenen Tages im Blick startete man gemeinsam Richtung Hupfleitenjoch. Die Hauptgruppe wählte den aussichtsreichen Weg direkt über das Hupfleitenjoch und genoss die wunderbaren Ausblicke über Garmisch-Partenkirchen, den Eibsee bei Grainau und weit hinaus ins Murnauer Moos. Vorbei an den Knappenhäusern hoch über der Höllentalklamm führte der Weg weiter bergab zur Höllentalanger-Hütte, die zur Brotzeit bzw. zum Mittagessen einlud.
Eine kleinere gemischte Gruppe von etwa zwölf Teilnehmern trennte sich und stieg hinauf zum Osterfelderkopf und weiter über die Rinderscharte (Höllentor), um mit direktem Blick auf die Alpspitze und hinüber zur wolkenverhangenen Zugspitze auf dem sog. Rindersteig den Abstieg zur Höllentalanger-Hütte zu bewältigen. Die steilen und noch verschneiten Stufen im oberen Teil forderten von allen Teilnehmern Kraft und Umsicht. Trittsicherheit war absolut gefragt. Nach gut zwei Stunden Abstieg mit kurzer Stärkungspause bot die Hütte dann auch willkommenen Schutz vor dem aufkommenden Regen.
Nach der gemeinsamen Mittagspause entschied sich die gesamte Gruppe durch die Höllentalklamm abzusteigen, da der Weg über den stark ausgesetzten Stangensteig hoch über der Klamm bei diesen Wetterverhältnissen nicht ratsam erschien. In mehreren kleineren Gruppen ließ man sich auf dem Weg tief unten in der Klamm von den tosenden Wassern und den senkrecht abfallenden Felswänden beeindrucken. Durch Stollen und über schmale Steige und Brücken führte der Weg hinab zur Höllentaleingangshütte, wo das Regenzeug, das man bei jedem Wetter in der Klamm gebraucht hätte, wieder abgelegt werden konnte. Der Rest des Weges hinunter nach Hammersbach konnte wieder bei Sonnenschein genossen werden. Nur der Ausblick auf den Zugspitzgipfel blieb weiterhin verwehrt. Nach nochmaliger kurzer Einkehr bei Kaffee und Kuchen wurden die Bergsteiger dann vom Bus in Hammersbach abgeholt. Vergnügt und teilweise mit „dicken“ Oberschenkeln vom langen bergab gehen ging es wieder nach Hause.
Mit dem DAV aufs Trainsjoch am 04.06.2011
Im bis auf den letzten Platz besetzten Bus fuhren Bergwanderer des Alpenvereins im Alter von 12 bis 75 Jahren zum Ursprungspass bei Bayrischzell. Zum Auftakt der monatlichen Bergfahrten war eine recht einfache Genusstour geplant. Alle gingen in etwa einer Stunde zu der von den Tourenbegleitern angepriesenen Mariandlalm. Doch der einfache, aber gleichmäßig ansteigende Pfad erwies sich bei der hohen Luftfeuchtigkeit als sehr schweißtreibend. Dennoch kehrten nur wenige gleich in der Alm ein, eine kleine Gruppe wanderte sogar sofort auf leicht ansteigendem Weg weiter zum „Enziansattel“. Doch um die Blume zu bewundern, nach der dieser benannt ist, war man einige Tage zu spät gekommen – die blauen Flächen waren goldgelben Trollblumen gewichen.
Die Hauptgruppe der Ausflügler stieg von der Alm hinauf zum Grat und den Granitsteinen, die die Grenze zwischen Tirol und Bayern markieren. Bald mussten zum Weiterkommen im steilen, felsigen Gelände die Hände zugreifen. Hintereinander ging`s die kritischen Stellen empor. Plötzlich rutschte ein Mitglied der Gruppe ab, purzelte rückwärts, gedämpft durch seinen Rucksack, hinunter, zum Glück direkt in die Arme einer Bergfreundin - so kam er mit einem blauen Fleck und dem Schrecken davon. Er erreichte, wie alle anderen, den nahen Gipfel des Trainsjochs. Hier wurden die Wanderer durch eine herrliche Rundsicht belohnt: der Walchsee, der Wilde Kaiser, der Thiersee, die Kitzbühler Alpen, das Karwendel, alles schien zum Greifen nahe.
Da genügend Zeit eingeplant war, wurde nicht nur eine ausgiebige Gipfelrast sondern noch eine Liegepause am Enziansattel eingelegt. Auf dem Rückweg belohnte man sich für die Anstrengungen je nach Appetit mit Weißbier, Kaffee und Kuchen oder Kaiserschmarrn in der Mariandlalm. Gemeinsam gingen alle in knapp einer Stunde hinab zum Ursprungspass, wo der Bus wartete und die zufriedenen Bergfreunde heimfuhr.
Die Fotos in der Bildergallerie zeigen:
- Gipfelfoto auf dem Trainsjoch
- den Wilden Kaiser mit Trollblumen und Thiersee davor
- Einkehr in der Mariandlalm