Umweltbergtour

Wanderung auf den „Sonnenbalkon“ von Garmisch-Partenkirchen

Einen guten Draht zu Petrus hatte die Wandergruppe des DAV Moosburgs auch dieses Jahr bei Ihrer traditionellen Umwelttour am vergangenen Samstag.

Diesmal ging's mit der Bahn nach Garmisch-Partenkirchen und entfloh dadurch dem schlechten Wetter in Moosburg. Im Laufe des Vormittags riss beim Aufstieg auf den 1780 Meter hohen Wank sogar die Wolkendecke auf und die 27 Wanderer wurden mit viel Sonne und einer traumhaften 360°-Aussicht belohnt. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast mit viel Zeit zum Schauen, Genießen und für eine Brotzeit im Wankhaus, marschierte man den selben Weg über die Eckenhütte zurück zum Bahnhof.

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Drei-Tages-Fahrt nach Großarl

Drei-Tages-Fahrt nach Großarl

 

Die diesjährige 3-Tagefahrt des Moosburger Alpenvereins vom 2. – 4. 9.2016, in gewohnter Weise bestens organisiert und weitsichtig vorbereitet vom Tourenleiter Georg Goldes, führte wieder ins Großarltal im Salzburger Land.

Bei anhaltend sonniger Wetterlage starteten 45 Bergfreunde mit dem Bus um 6 Uhr früh voller Vorfreude auf die kommenden gemeinsamen Tage.

 

Zum Auftakt ein „beschissener“ Gipfel

Nach einer dreieinhalbstündigen Anreise wurde vor dem Hotel in Großarl nur schnell der Bus gewechselt und dann ging’s mit dem kleineren Taxibus zum Startpunkt des ersten Tages, zur Sonneggbrücke, wo in den bekannten Salzburger Almenweg, der insgesamt 350 km Genusswandern zwischen 1500 und 2000 m Höhe verspricht, eingestiegen wurde. Auf breitem Forstweg war nach ca. eineinhalb Stunden die Maurachalm (1620 m) erreicht. Dort wird noch gänzlich ohne elektrischen Strom gearbeitet, würziger Käse hergestellt und täglich für die Wandergäste gekocht.

In Richtung Tal, im Westen, erhebt sich wuchtig die Bergkette, die das Großarltal vom Gasteinertal trennt, und manch sehnsüchtige Blick ging hinüber zur Höllwand (2275 m), zum Lichtensteinkegel (2022 m) und zum Schuhflicker (2215 m).

Nun trennte sich die Gruppe. Die Genusswanderer setzten den Almenweg zur Unterwandalm und zur Breitenebenalm fort, die Gipfelstürmer stiegen auf den Kitzstein (2037 m). Als „Vorgipfelkreuz“ ragte ein dürrer, silbergraurippiger Kraftbaum in den blauen Himmel, der einen mit der Natur verbinden und seine inneren Kräfte spüren lassen sollte. Gleich danach ging’s auf den „beschissensten“ Gipfel weit und breit. Jeder hatte seine Not, sich fürs Gipfelfoto auf ein freies Grasfleckchen stellen zu können. Einige Meter unterhalb des Gipfels beweideten die Verursacher der vielen braunen Bällchen friedlich den Hang.

Der Rundweg wurde nun fortgesetzt über die Oberwandalm hinunter zur Karseggalm, mit ca. 400 Jahren die älteste Hütte des Tales, auf der auch wieder selbstgemachter Käse und ein kühles Bierchen auf die Besucher wartete. Zum Schluss wurde noch die Breitenebenalm, ein Ausflugsgelände für Familien, passiert. Dann brachte der Taxibus die Moosburger Wanderer zurück zum Hotel, wo nach einer erfrischenden Dusche das Abendessen eingenommen wurde.

 

Der Genießertag

Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Buffet war für den Samstag die Fahrt ins nahegelegene Ellmautal geplant.

Der größere Teil der Gruppe steuerte als Tagesziel ab Haltestelle Lammwirt über die etwas kraftraubende „Himmelsleiter“ die Bichlalm (1731 m) an. Auf diesem wunderschönen Almgebiet wurde man wirklich mit einer herrlichen Rundumsicht himmlisch belohnt. Von Süden winkten aus der Ferne im gleißenden Sonnenlicht die gletscherbedeckten Spitzen der Goldberg- und Ankogelgruppe (mit dem 2884 m hohen Keeskogel, dem höchsten Berg im Großarltal). Gemütliche Ruhebänke oder einfach die grüne Almwiese luden zum Genießen und Verweilen ein. Wer wollte, konnte aber auch einen Abstecher auf den Hausberg der Bichlalm, den Remsteigkopf (1945 m) machen.

Trotz des fortgeschrittenen Sommers gab es noch allerlei Bergblumen und Kräuter am Wegesrand zu entdecken: grünen Germer, blauen Eisenhut, blauen Schwalbenwurzenzian, weißen Wimpermannsschild, gelbe Arnika, weiße Schafgarbe, blasslila Heidekraut und vereinzelte Silberdisteln an steinigen Hängen. Auch für eine erfahrene Pilzsammlerin boten sich versteckt im Moos orangefarbene Reherl, die sie, über Nacht etwas getrocknet, mit nach Hause bringen konnte.

Elf besonders ausdauernde Marschierer der Gruppe hatten sich am Morgen von Grund am Talende aus auf den langen Weg über Loosbühelalm (1767 m), Filzmoosalm (1710 m), Filzmooshörndl (2183 m) und Remsteigkopf gemacht und kamen bei ihrer Höhenwanderung auf ca. 1100 gestiegene Höhenmeter. Auf der Bichlalm trafen die Weitwanderer dann auf die Genießertruppe.

Der Rückweg zum Bus im Ellmautal auf der nie enden wollenden Forststraße ging ganz schön in die Beine und es waren immer wieder, das Ziel, der Lammwirt, schon vor Augen, lange Kehren auszugehen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen im gemütlichen Hotel konnte man sich wieder gestärkt über die Erlebnisse des Tages unterhalten.

 

Zum Ausklang

Um die strapazierten Beine und die sonnenverwöhnte Haut etwas zu schonen, wurde das Programm des dritten Tages etwas abgeändert und man wanderte am Talende hinter Hüttschlag ab dem Talwirt auf einem mäßig ansteigenden Pfad teilweise unter Schatten spendenden Bäumen an der rauschenden Großarler Ache entlang bis zum Schödersee auf 1440 m. Obwohl er erwartungsgemäß heuer sehr wenig Wasser führen sollte, war die Enttäuschung doch groß, dass man, statt des glitzernden Bergsees vor Augen, praktisch auf dem Seegrund wie bei einer Wattwanderung am Meer nur zu einigen kläglichen Rinnsalen gelangte. Trotzdem fanden einige beherzte Wasserratten ein paar Gumpen, um sich etwas abzukühlen.

Nachdem alle 45 Wanderer nach dem Rückmarsch wieder wohlbehalten im Bus saßen, wurde um15 Uhr die Heimfahrt angetreten, die sich jedoch auf Grund des herrlichen Wetters mit vielen Ausflüglern und auch der Ferienheimkehrer etwas in die Länge zog, doch im Bus gab es Unterhaltung genug.

Wieder waren drei herrliche, gelungene Tage in den Bergen, bei denen alles passte (Wandertouren, Wetter, Unterkunft und gute Kameradschaft), zu Ende.

 

 

Hüttentour am Spitzstein

 

Sonnenaufgang am Spitzstein

Unbeirrbar optimistisch machten sich am Freitag, den 17.6. früh morgens 14 Teilnehmer des Alpenvereins Moosburg bei strömendem Regen auf den Weg zur ersten Hüttentour ins Priental.

Nach einer Kaffeepause in Aschau zeigte sich Petrus gnädig, der Regen hörte auf und es wurde sonnig. Los ging´s !

Bei insgesamt 6 Stunden reiner Gehzeit genossen wir den Weg über Wälder, saftige Wiesen, vorbei an Almhütten auf diesem wunderbar abwechslungsreichen Weg. Der eine oder andere Gipfel wurde auf dem Weg mitgenommen. Gut gelaunt und trockenen Fußes kamen alle auf dem Spitzsteinhaus an. Das nachfolgende Gewitter konnte uns nichts mehr anhaben, alles saßen schon in der gemütlichen Hütte beim Bier.

Bereits um 4 Uhr morgens brachen einige aus der Truppe zum Gipfel des Spitzsteins auf, um dort den Sonnenaufgang zu erleben. Ein wirklich beeindruckendes Schauspiel!

Nach dem gemeinsamen Frühstück starteten wir den zweiten Abschnitt der Tour. Abstieg nach Sachrang und von dort wieder Aufstieg über den Wald und der Wildbichl Alm zur Priener Hütte, dem nächsten Quartier.

Auch an diesem Tag konnten wir die Sonne genießen, mittags kehrten wir gemütlich auf der Wildbichl Alm ein. Über den Wandberg und die Wandberhütte ging es weiter zur Priener Hütte, die wir am frühen Nachmittag erreichten.

Auf dieser schönen Hütte wurden wir hervorragend bekocht, man konnte noch draußen sitzen und in der Abendsonne ein Glas genießen. Es wurde ein spaßiger Abend mit Spielen, vielen guten Gesprächen und natürlich dem einen oder anderen Schnapserl.

Am Sonntagmorgen hat uns das Wetterglück leider verlassen, es regnete wie aus Kübeln. Die Prientalrunde über Geigelstein, Breitenstein zur Kampenwand konnten wir nicht zu Ende gehen. Aber das holen wir nach!

Wir marschierten auf dem kürzesten Weg über die Forststraße zum Auto. Pitschnass sind alle unten angekommen. Wieder in trockenen Kleidern gingen wir in Aschau noch Essen und machten uns dann auf in Richtung Heimat.

Eine wunderschöne Tour war´s und eine tolle Truppe !

                                                       

 

Auf der Königstour im Bayerischen Wald

Auf der Königstour im Bayerischen Wald

Alpenverein Moosburg wandert über die „acht Tausender“.

Am vergangenen Wochenende machten sich 13 Bergfreunde des Alpenvereins Moosburg mal wieder auf in den Bayerischen Wald. Die höchstgelegenste Teilstrecke des Premium-Wanderwegs „Goldsteig“ war ihr Ziel. Ausgehend vom Wanderparkplatz am Berggasthof Eck (843m) führte die Kammwanderung über den Mühlriegel (1.080m), den Ödriegel (1.156m) zum Waldwiesenmarterl (1.139m). Nach kurzer Trinkpause ging es zügig weiter, hinauf zum Schwarzeck (1.238m), über den Reischflecksattel (1.126m) wieder bergan zur Heugstatt (1.261m) und weiter zum Enzian (1.287m). Bei eher bedecktem Wetter genoß man die angenehmen Temperaturen bei den Aufstiegen und beim Durchschreiten der vom Sturm kahlgefegten Kammlagen mit Baumskeletten, Wiesen und Heidelbeerfeldern. Auch die eine oder andere „Kraxlstelle“ war zu meistern. Aber das machte nicht die Schwierigkeit dieser Tour aus, sondern eher lange die Strecke. Denn als Abschluß führte der Weg dann noch hinauf zum Kleinen Arber (1.384m) und schließlich auf den Großen Arber, der mit seinen 1.456m zurecht als der König des Bayerischen Waldes bezeichnet wird. Gar nicht königlich zeigte sich aber das Wetter. Denn beim Abstieg zur Chamer Hütte setzte Regen ein, so daß der letzte Gipfelanstieg zum Großen Arber mit Regenjacke oder Schirm bewältigt werden mußte. Am Gipfel wollte man sich dann auch nicht all zu lange aufhalten, da wie meistens ein unangenehm kühler Wind blies. Auch lockte nach über 19 km Gehstrecke und gut 1250 Hm Auf-, sowie 650 Hm Abstieg das Arber-Schutzhaus als Einkehrmöglichkeit. Gut gestärkt mit Brotzeit und Kaffee fiel der Abstieg zur Arberbahn-Talstation nun nicht mehr so schwer. Das Warten auf die Autofahrer, die per Taxi erst einmal zurück zum Ausgangspunkt fuhren, bot nochmals Gelegenheit zum gemütlichen Austausch, bevor es auf den wohlverdienten Heimweg ging.

 

                                                                           


3 Tagestour

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Endlich war es wieder soweit! Die 3-Tage-Fahrt des Moosburger Alpenvereins nach Südtirol (28.08.2015 - 30.08.2015) begann am Freitag um 6 Uhr früh bei angesagtem Sommerwetter mit 46 erwartungsfreudigen Teilnehmern.

Wilde Wasser Weg

Zwischenziel war nach ca. 3 Stunden das hintere Stubaital. Kurz nach Ranalt wurde in das zweite Drittel des „Wilde Wasser Wegs“ eingestiegen. Der sollte, je nach persönlicher Kondition, in unterschiedlich langen Strecken bewältigt werden.

Es ging los an der Tschangelairalm, entlang des Ruetzgebirgsbachs, und über die Grawaalm zum Grawawasserfall, einem der breitesten Wasserfälle der Ostalpen. Über 100 m stürzt hier der Sulzenaubach , aus dem Sulzenauferner kommend, in die Tiefe. Das feinverstäubte Wasser im Aufprallbereich fördert nachweislich die Gesundheit. Deshalb kann man sich dort auf der hölzernen Aussichtsplattform für längere Zeit auf Liegestühlen niederlassen.

Für die Moosburger Wanderer ging es aber noch 2 Stunden über den alten Almsteig in teils steilen Etappen und über hölzerne Tritte immer in der Nähe des Wasserfalls oder des Sulzenaubaches entlang bis über die Baumgrenze hinauf zur idyllisch gelegenen Sulzenaualm (1847 m) in dem mächtigen Talkessel, den der milchige Gletscherbach mäandrierend durchzieht. Zwischenzeitlich hatte sich auf dem Aufstiegsweg immer wieder ein kurzer Blick auf den Sulzenauferner unterhalb des 3507 m hohen Zuckerhütls aufgetan.

Wer nun sein Tagesziel erreicht hatte, konnte es sich im Angesicht des Sulzenaufalles, der förmlich aus dem Fels sich zu ergießen schien und in einem breiten Gischtschwall herniederfiel, bei einer gemütlichen Brotzeit bei herrlichstem Sonnenschein gutgehen lassen. Hier auf der Alm hatte ein fleißiger Holzschnitzer seiner Fantasie freien Lauf gelassen und zahlreiche Kunstwerke geschaffen.

Ein Teil der Gruppe wollte sich noch mehr verausgaben und stieg eine weitere Stunde auf zur schon weithin sichtbaren Sulzenauhütte auf 2191 m, die am Stubaier Höhenweg liegt. Von der sonnenüberfluteten Terrasse konnten die Unermüdlichen dann einen gigantischen Blick auf den Sulzenauferner werfen.

Der Rückweg zum Bus erfolgte weitgehend auf dem Aufstiegsweg. Der tosende Grawawasserfall wurde nochmal überquert und nach einem kurzen Marsch erreichten die Wanderer wieder die Tschangelairalm, den urigen Treffpunkt vor der Weiterfahrt nach Bozen zum gemütlichen familiengeführten Hotel.

Vigiljoch oberhalb Lana

Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück ging’s am nächsten Morgen zeitig los nach Lana, einer modernen, aber doch traditionsreichen großen Marktgemeinde zwischen Bozen und Meran. Dort bot sich eine Fahrt mit Seilbahn und Sessellift auf das weitläufige Wandergebiet des Vigiljochs, dem Hausberg Lanas, an. Auf 1814 m angekommen, gab es nun vielfältige Möglichkeiten, den Tag bei mediterranem Sonnenschein zu verbringen.

Eine kleine Hochtourengruppe machte sich auf den langen Weg zum Hochwart (2607 m), von dem man als Belohnung herrliche Blicke in den Vinschgau und zur Ortlergruppe genießen konnte.

Der Großteil der Moosburger Wanderer wollte einfach nur an der Ruhe, der herrlichen Landschaft, der Natur und der fantastischen Aussicht über die weite Hochfläche bis zum Hochwart, auf die gegenüberliegende Talseite und sogar auf die Texelgruppe von fast überall in dem Wanderparadies teilhaben.

Zuerst stieg man also zum St. Vigilius Kirchlein aus dem 12. Jahrhundert hinauf, das mit seinen kunstvollen Fresken aus dem 14. Jahrhundert überraschte. Es war gerade zu einer Hochzeitsfeier hergerichtet und geschmückt.

Dann entschied man sich, gemeinsam auf die Naturnser Alm(1920 m) zu wandern, um dort eine erholsame Mittagsrast einzulegen. Anschließend wurde der Alpenrosenweg in nordöstlicher Richtung eingeschlagen. Die Alpenrosen waren aber leider schon verblüht. Im St. Vigilius Kirchlein fand inzwischen die Hochzeitszeremonie statt. Beim Vorbeigehen konnte man den feierlichen Gesängen lauschen. Nun war es nicht mehr weit bis zum idyllischen Biotop „Schwarze Lacke“. Dort herrschte vor dem Gasthaus Seespitz reges Besuchertreiben. Auch hier gab es eine reichhaltige Speisekarte mit Tiroler bzw. Südtiroler Spezialitäten wie Kaiserschmarrn, Knödelvariationen oder verschiedene Strudel wie auf der Naturnser Alm.

Zum Sessellift war nur ein kurzer Marsch zu absolvieren, zuerst durch einen lichten Wald, an der Aussicht nach Meran hinunter vorbei, ein Geschicklichkeitsparcours wurde auch noch gemeistert.

Im Tal erwartete die Rückkehrer drückende Hitze. Nach einer kurzen Busfahrt konnte sich jeder im Hotel wieder bei gemäßigten Temperaturen erholen.

Jenesien

Nachdem am Sonntag nach dem Frühstück die Koffer wieder im Bus verstaut waren, erwartete die fröhliche Gruppe noch einmal eine schöne Tour bei bestem Wanderwetter. Mit dem Bus ging’s hinauf nach Jenesien (1081 m), abgeleitet vom hl. Genesius, Patron der dortigen Pfarrkirche. Auf dem weiten Hochplateau des Salten hoch oberhalb Bozens erstreckt sich ein dichtes Netz an Wanderwegen für naturbegeisterte Menschen.

Da eine abwechslungsreiche Wald- und Wiesentour geplant war, musste nur anfangs am Noblser Weg etwas mehr an Höhe gewonnen werden. Der Pfad führte durch überwiegend lichten Kiefernwald mit viel grünem Unterbewuchs. Bald wurde an einer Lichtung der Gedenkstein an die Franzosenschlacht von 1809 erreicht. In feierlichen Worten gedachte hier Bergkamerad Rudi der während des Jahres verstorbenen Vereinsmitglieder.

Auf dem Weiterweg entdeckte einer der Wanderer mit geschultem Auge einen Bilderbuchsteinpilz. Später grüßten am Wegrand auch noch einige Parasolpilze unterschiedlicher Reifegrade und dichtes Brombeergeranke lockte mit seinen rotblauen Beeren. Nach einer knappen Stunde erreichte man den Berggasthof Locher an der Talseite zur Etsch. Die Blicke konnten jetzt weit hinunter nach Eppan und hinüber zum Mendelkamm schweifen.

Das nächste Etappenziel war schon weithin sichtbar – oben am Hang nach der nächsten Kurve – der Berggasthof Wieser. Etwas unterhalb erspähte man, wie auf der Karte angekündigt, einzelne gedrungene Erdpyramiden im roten Lehmboden des steil abfallenden Hanges, als Überbleibsel eines riesigen Erdrutsches (Lahn), der jedes Jahr noch etwas mehr Erdreich mit sich nimmt. Der Sage nach soll er einst den größten Bauernhof der Gegend mit sich gerissen haben.

Nachdem der Wieserhof, ein Kleinod durch seine Einzellage mit der prächtigen Aussicht, durchquert war, kamen die Wanderer hier auf dem Salter, vorbei an kunstvoll geflochtenen Speltenzäunen, wie sie im Eisacktal beheimatet sind, auf die größte Lärchenwiese Europas, auf der sich mehrere alte Gemeindewege kreuzen. Einige Silberdisteln, die Blüten in der Sonne voll ausgebreitet, säumten den Wegrand.

Nun war es nicht mehr weit bis zum Almgelände des Gschnofer Stalls auf 1439 m. Hier ließ man sich zu einer ausgiebigen Rast bei Spezialitäten vom Holzkohlengrill und anderen deftigen Speisen der Gegend nieder.

Danach fiel das Aufstehen schwer, aber es musste noch der einstündige Abstieg durch den Wald nach Verschneid , einem kleinen Dorf an der Straße nach Terlan, angetreten werden. Nachdem es hier oben doch immer ausreichend Niederschläge gegeben hatte, entdeckte man viele Schwammerl und seltene Blumen direkt am Wegesrand, auch Herbstzeitlose waren schon dabei, sodass es recht kurzweilig wurde.

Im Dorf wartete zuverlässig der Bus für die Heimreise. Jeder entledigte sich nun seiner Bergschuhe, versorgte sich noch ausreichend mit Getränken und ließ sich angemüdet, aber zufrieden auf seinem Platz nieder. Nach 5 ½ Stunden war Moosburg wieder erreicht.

Dem Tourenleiter sei Dank für die unermüdliche und gründliche Vorbereitung dieser gelungenen Wandertouren!

Fazit: Zufriedene Gesichter, ein lockerer Tourenleiter, die Anmeldung fürs nächste Jahr zur 3-Tage-Fahrt ist gewiss!

 

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